Impressionen von heute: An dieser Stelle erscheinen mehrfach pro Woche Ideen und kleine Geschichten aus dem Alltag. Banales und Philosophisches hat hier Raum.

 

30. März

Wieviel Fachwissen brauchen wir, und was kann man von Fachleuten realistisch erwarten? Wie findet man heraus, wer gut in seinem Fach ist? Wie ich’s auch drehe und wende, ich komme immer wieder und immer mehr dazu, dass wir unsere Intuition gründlich schulen müssen: Sie scheint mir das einzig zuverlässige, um an die richtigen Leute zur richtigen Zeit zu kommen.

27. März

Ich höre gerade Vorträge von Bruce Lipton über Epigenetik. Seine These ist, dass nicht die Gene, sondern die Umgebung unser Leben steuern. Es sei also wichtig, was wir denken. Wir müssen uns davon verabschieden zu glauben, dass wir keinen Einfluss auf unser Leben haben.
Mir gefällt seine ruhige, freundliche Art sehr. Auch glaube ich, was er über seine Experimente sagt: Dass nämlich Zellen nicht durch die DNA gesteuert werden, sondern durch ihre Umgebung.
Was die Schlussfolgerung, unser Denken beeinflusse unser Leben, betrifft, habe ich noch etwas hinzuzufügen: Wer oder was beeinflusst, wie und was wir denken? Es reicht nicht eine oberflächliche Gedankenkontrolle. Es geht um die ehrlich geglaubten inneren Überzeugungen. Außerdem brauchen wir uns nicht vor falschen Gedanken zu fürchten: Sie sind nur ein Wegweiser, wo wir mal hinschauen und uns zuhören sollten.
Ich glaube, dass freundliches präsentes Zuhören - sowohl den Gedanken, den Emotionen als auch unserer Seele, wirklich den Unterschied macht. Kein Ändern-Wollen, sondern lauschen.
Danke fürs Lesen!

18. März

Ein Saatkorn wachsen sehen, das du gesät hast, macht Freude.

16. März

Literatur ist eine Möglichkeit, den Menschen Ideen zu präsentieren, die sie als Gedanken über die Realität nicht akzeptieren können.

14. März

Wie können wir als Menschheit einen Raum eröffnen, in dem sich alle ihren Anlagen/Sehnsüchten gemäß entfalten können? Wie können wir die Koexistenz ganz unterschiedlicher Bewusstseinsstufen und Lebensentwürfe erreichen?

13. März

Wie schnell sich manche Gewohnheiten etablieren - und wie schnell sich alte Muster wieder einstellen können, auch in neuer Umgebung, das finde ich schon erstaunlich.

11. März

Zeit ist was Seltsames: Wartend tickt sie langsam, sehr langsam. Nur mal kurz entspannen dagegen scheint sie zusammenschrumpfen zu lassen - kaum begonnen, schon sind die Stunden davon geeilt... Erfüllt sind sie beide nicht. Wie ist das, ganz in die Zeit einzutauchen und ihrer Entfaltung zuzuschauen, Moment für Moment, Lebendigkeit? Zeitblüten entstehen. Manche sind knallrot und kraftvoll. Andere sind sanft und blau.

10. März

Wieso haben wir Menschen eigentlich keinen funktionstüchtigen Radar für Wahrheit?
Oder können - wollen - wir ihn nur nicht nutzen? Weil es unbequem wäre?
Mich erschrecken Nachrichten wie die, dass unwahren Nachrichten mehr geglaubt wird, sie häufiger aufgerufen werden, als echte. Wie kommt das?

9. März

Ich staune, wie sich manchmal sehr kreative Phasen mit absoluten Tiefpunkten abwechseln können. Vielleicht ist es so, dass sich erst eine Menge kreativer Energie ansammeln muss, die sich dann entlädt und wieder ansammelt... wie Wellen oder wie Ebbe und Flut, einatmen und ausatmen.

7. März

Ein zwei Meter langer Baumstamm, die Enden verkohlt. Ein Hund. Er will unbedingt dieses Stöckchen haben. Versucht, es hoch zu heben. Er schleift es ein Stück über den Boden, lässt es fallen. Kratzt den Sand unter dem Baumstamm weg, fiept. Ich will ihm helfen, er wedelt. Vielleicht lässt sich ein Ende abbrechen? Ich stelle mich auf das Ende, da, wo eine Krümmung ist. Keine Chance.... da wackelt der Baumstamm unter mir. Hund hat sich das andere Ende vorgenommen und mich samt Baum geliftet. Hui!

5. März

Unglaublich schön waren diese Farben in blau, türkis und grünlich - gezaubert von einigen Sonnenstrahlen auf dem glatten Wasser am Rande der Förde, dort, wo ein Saum aus kleinen Eisschollen die Wellen abhielt. Freudestrahlend schießt diese kleine Kanonenkugel auf mich zu, wedelt, schmeißt mir das verkohlte Holzstück vor die Füße. Aber gerne werde ich es wieder so weit ich kann zurück auf den Strand. Im Galopp springt er hinterher, wirft Sand auf, buddelt, bis er sein Stöckchen wieder hat. Frieden liegt über diesem Moment.

4. März

Die Abhängigkeit von der Technik bemerken wir erst, wenn der Server ausfällt, Telefon und Internet verstummen - und wir die Nummer vom Support nur mobil gespeichert haben, der Akku aber gerade gefroren ist... Wusste gar nicht, dass ich so versessen aufs Netz bin...

2. März

Es gibt so Tage, da findet man jede Menge spannende Dinge, die einen von dem abhalten, was man sich vorgenommen hat. So ein Tag ist wie eine Schatzsuche - nur dass man nicht weiß, dass man einen sucht. Heute ist so ein Tag. Vielleicht sollte ich das auf den Vollmond schieben... Jedenfalls habe ich jede Menge spannende Geschichten entdeckt - von anderen und von mir. Ich glaube, einer unserer Daseinszwecke ist, uns gegenseitig Geschichten zu erzählen.

28. Februar

Gibt es eine Website, die kein einziges Wort über die Kälte enthält?
Gibt es ein Treffen, in dem niemand etwas über Minusgrade sagt?
Ich wär ja gerne die Ausnahme - aber es ist wirklich eiskalt!!! Aber dafür so schöööön!

27. Februar

Welchen Wert ein Traum-Tagebuch hat, hat sich mir neulich wieder gezeigt: Vor über zehn Jahren habe ich einen Traum notiert - damals falsch verstanden, fielen jetzt plötzlich die Puzzleteilchen alle an ihren Fleck und ich konnte aufatmen. Voller Erstaunen über die Weisheit, die sich im Schlaf zeigt.
Jetzt stelle ich mir wieder einmal die Frage: Wie kann es gehen, auch im Wachbewusstsein voll mit dieser Kraft, dieser Weisheit verbunden zu sein? Nicht nur ab und zu, sondern ständig, be-ständig?

21. Februar

Ich könnte jetzt darüber schreiben, dass mich die ersten Krokusse seit einer Woche mit ihrem frühen Erscheinen erstaunen. Oder ich könnte darüber schreiben, wie mich mein Pflegehund in Atem hält. Tatsächlich beschäftigt mich aber eine Diskussion über Einsamkeit und was dagegen unternommen werden sollte. Da rufen welche nach staatlicher Intervention, nach Studien und Geldern. Doch ist das der richtige Weg? Einsamkeit ist zunächst einmal ein inneres Erleben, ein Gefühl. Es fehlt Kontakt, soziale Wärme, freundliches und interessiertes Miteinander. Dem können schneller als Fachstudien und die Einrichtung von neuen Verwaltungsstrukturen einfache, tägliche Gesten abhelfen: Ein offenes Ohr im Bus, ein Lächeln im Vorübergehen, direktes Anschauen statt Wegschauen. Nur aufrichtige Anteilnahme an einem Menschen kann diesem Nähe vermitteln. Alles andere ist ein Herumdoktorn an Symptomen. Von der anderen Seite muss zumindest der Wille bestehen, Kontakt, Veränderung zu erfahren. Also ist auch und gerade Eigeninitiative gefordert. Wer nicht einmal die Hand ausstreckt, wer nicht bereit ist, zu fühlen und sich auch der eigenen Anteile zu stellen, kann nicht von außen zwangsbeglückt werden. In einer Menge, Gruppe, Familie kann es sehr einsam sein. In der Natur, in fremden Ländern kann es sehr erfüllt und glücklich sein. Auch Geld ist kein Heilmittel. Es gibt genug kulturelle, soziale und sportliche Angebote, die nichts kosten und in Gemeinschaft bringen. Sie müssen nur genutzt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit sich selbst zu engagieren - auch hier stehen die Türen weit offen für nahezu jede/n. Anderen helfen kann einen neuen Sinn geben und man lernt neue Menschen kennen.
Und dennoch hat die Vereinsamung eine Seite, die zunächst ein Angebot von außen braucht, um sich aufzulösen. Jemanden, der sagt: “Hey, ich hör dir zu. Ich bin da.” Wie wäre es mit Zuhör-Cafés in den Bahnhöfen, in Einkaufszentren, in jedem Stadtteil? Wie wäre es mit Zuhör-Bahnabteilen? Wie wäre es, wenn wir nicht interessiert aus dem Fenster schauen, sondern unsere Mitreisenden anschauen, anlächeln, ansprechen?

20. Februar

Die eigene Bewusstseins-Entfaltung sollte eigentlich erste Priorität für alle haben. Wenn wir uns nicht von unseren Projektionen, vorgefassten Meinungen und Zerrbildern verabschieden, wird sich nichts zum Besseren wenden. Wenn wir unsere Angst und Wut nicht mit Liebe und Freude entschärfen, wird alles bleiben, wie es ist.

15. Februar

Manchmal ist es sogar eine Freude, wenn ein geplantes Event nicht stattfindet - wenn sich nämlich ein noch schöneres Ereignis zeitgleich anbietet... in diesem Sinne freue ich mich auf das Konzert übermorgen:-) Manchmal ist das Leben eben doch schlauer als die menschliche Terminplanung...

11. Februar

Ziellos kreativ sein ist ein wunderbarer Weg, sich auszudrücken.
Ziellos spazieren gehen ist ein wunderbarer Weg, die Gedanken zu ordnen.
Sich eine Fahrt ins Blaue gönnen, einfach nur der Eingebung im Moment zu folgen, ist ein Wunder in sich.

8. Februar

Hunde sind kommunizierfreudige, entdeckungsfreudige, liebe Geschöpfe - aber manchmal mutieren sie zu kleinen Monstern, die alle Aufmerksamkeit beanspruchen möchten. Da bleibt nur die Wahl zu erzieherischer Standfestigkeit, wenn sie nicht gänzlich die Oberhand gewinnen sollen... Herzensgrüße an alle HundebesitzerInnen der Welt

6. Februar

Himmel und Erde müssen in dir zusammen kommen. Das ist wie eine Vernetzung von Energiebahnen, die in dir stattfindet, jedenfalls kann es so wirken.

1. Februar

Immer wieder erlebe ich Menschen, die im spirituellen Umfeld aktiv sind, auch andere anleiten, und doch immer wieder mit depressiven Verstimmungen und Ähnlichem zu tun haben. Dabei ist das innere Glück das, was das Leben lebenswert macht. Es setzt voraus, dass wir uns durch unsere alten Schmerzen und Schichten nicht wahrgenommener Emotionen durchfühlen. Deshalb ist diese Kompetenz, sich selbst fühlen lernen, sich wahrnehmen, präsent sein, eine der wichtigsten, die wir lernen - und an die folgenden Generationen weiter geben.sollten. Vermutlich ist gerade diese Kompetenz, für das eigene Befinden zu sorgen, eine von den Änderungen, die wir brauchen, um wirklich Veränderungen in der Welt zum Wohl aller Lebewesen zu erreichen. Ich bin sehr dafür, sie schon in Schulen zu lehren - und am besten im Elternhaus.

31. Januar

Glück ist, den Mut zu haben, das zu tun, was wir tun wollen, und uns für das einzusetzen, was uns wichtig ist. Wer seinem Herzenswunsch folgt, folgt seinem Lebensplan.

29. Januar

Neues entdecken ist ein Grundnahrungsmittel. Ohne neue Wege verkümmern wir.

26. Januar

Inspiration ist ein Feuerwerk aus Freude, Kontakt und Offenheit zu neuen Ufern aufzubrechen. Sie setzt Energie frei und gibt Kraft und sie fließt mit dem Universum.

25. Januar

Ein Garten will gepflegt sein. So geht es mir mit meinem Rosenblüten-Büchlein. Alljährlich kommen neue Rezepte hinzu und wollen in das bestehende Werk eingepflegt werden. So wächst und gedeiht die Sammlung an Ideen und Bildern, verändert ein wenig ihr Gesicht. Demnächst erscheint die dritte Variation mit dann 20 Rezepten in bis zu vier Variationen sowie einige unerprobte Vorschläge aus der Sammlung meiner Ideen. So der Sommer will, wird aus diesem Fundus meine Küche bereichert und im kommenden Jahr das Büchlein erweitert. Dieses beständige Verändern und Wachsen eines Buches ist einer der wunderbaren Vorteile des Selfpublishing.

24. Januar

Mitfühlend sein heißt, sich bei Bedarf als wahrnehmender Raum zur  Verfügung zu stellen, bei Anfrage auch Rat zu geben - und im Übrigen lernen, das eigene Leben zu leben.

18. Januar

Manchmal sehen wir das nicht, was offensichtlich ist. Wir können es nicht wahrhaben, selbst wenn es wahr ist. Wenn wir es dann doch annehmen, wandelt sich unser Befinden sofort. Das ist unser eingebautes Messsystem für Wahrheit: Wenn sich etwas in unserem Körper-Geist-Gefühls-System verbessert, nur vermittelt durch eine Erkenntnis, die ins Erleben, in den Körper sinkt.

17. Januar

Hab heute zwei Projekte gefunden, freu. Ich bin immer wieder mal erstaunt, was ich so entdecke, was es schon lange gibt, aber sich doch für mich im Verborgenen befand... Woran liegt es, dass solche Infos einen erst später erreichen. Vielleicht und oft dann erst, wenn man dafür bereit ist... Also, mir geht es immer wieder mal so. Kennst du/Sie auch so etwas?

16. Januar

Wie eingebrannt können Gewohnheiten sein - wörtlich - die Energie, Gefühle, Impulse zurückgehalten und festgehalten im Körper. Enormer Aufwand, um nur ja nicht sich selbst zuzulassen - und zuzulassen von anderen wahrgenommen zu werden. So wirkt Angst: Als Kontraktion, die sich manifestiert, bis sie schließlich den Lebensfluss festhält im Körper. Bis wir uns so daran gewöhnt haben, dass wir die Kontraktion - und den Kraftaufwand dafür - nicht einmal mehr wahrnehmen. Nicht unähnlich dem Hund, der zubeißt und gar keine Chance mehr hat, loszulassen, weil sein Reflex zu stark ist. Da ist er doch dankbar, wenn er endlich den Befehl “aus” bekommt und loslassen darf. Oder notfalls auf den Rücken gerollt wird, so dass durch die Unterwerfungsgeste auch der Biss-Halte-Impuls gelöst wird. Nur: Wie machen wir das, dass wir unsere Kontraktionen wieder merken und loslassen? Gibt es da auch einen Befehl? Oder müssen wir nur wieder lernen, uns tiefer in unseren Körper einzulassen und uns zu spüren.... den weiteren Fluss der Energie wieder erlauben. Vielleicht indem wir den Lebensimpuls wieder wahrnehmen lernen?

11. Januar 2018

Grundloses Glück. Kennen Sie das? Einfach so umarmt Sie eine riesige Welle purer Freude - und Sie haben keine Ahnung, woher die plötzlich kommt. Mir ist das neulich so passiert. Ein Ereignis, eine Tätigkeit, eine Nachricht, die die Freude ausgelöst haben könnten? Nichts davon. Jetzt bin ich neugierig, ob es wieder passiert. Und wenn ja, ob so eine Phase auch länger anhalten kann.

3. Januar 2018

Weihnachtsbaum abschmücken oder noch ein paar Tage stehen lassen? Was aussieht, wie eine banale Frage, kann eine wichtige Entscheidung sein. Eine Entscheidung, in der das Kind zu Wort kommt, das sich damals nicht äußern konnte. Und das heute endlich aussprechen kann, was es fühlt.

2. Januar 2018

Wenn ich einen Wunsch frei hätte, ich wünschte Glück und Freude allen Menschen auf der Erde, wann immer sie geboren sein werden. Frieden wäre eine Folge, keine Bedingung, Freiheit auch und gerade von Überwachung ist eine Voraussetzung: Wenn wir nicht frei sind, wenn Kameras uns und unser Verhalten festhalten, wenn wir bewertet werden, wie sollen wir uns dann unserer Seele, unserem innersten Wesen gemäß ausdrücken? Überwachung ist der erste Schritt in Unglaubwürdigkeit, Lüge und maskenhafte Erstarrung. Überwachung ist Kontrolle und damit Erstarrung unserer Natürlichkeit. Mögen alle Wesen die Grundlage ihrer freien und glücklichen Entfaltung haben.

 

2017

27. Dezember 2017

Weihnachten ist vorbei, der Jahreswechsel steht bevor: Für mich sind diese “Tage zwischen den Jahren”, diese Rauhnächte etwas Besonderes. Eine Zeit, in der sich das Neue ankündigt, ohne schon ganz greifbar zu sein. Eine Zeit, in der noch so viel zu erledigen wäre, aber alles schläft, ein großes Ruhebedürfnis liegt über allem. Atem holen, Besinnlichkeit und Freundschaftspflege - dazu sind diese Tage für mich da.

22. Dezember 2017

Wir sind wie ein gut verpacktes Geschenk im Zwiebellook... wenn wir Schicht für Schicht abstreifen, kommen wir vielleicht an unser wahres Wesen.

21. Dezember 2017

Heute ist es soweit: Die Dunkelheit weicht wieder dem Licht. So heißt es. Was passiert wirklich? Das Licht war immer da, ist immer da. Die Sonne bleibt, wo sie ist, was sie ist. Aber die Erde - in unseren Breitengraden - neigt sich ihr wieder mehr zu. An anderer Stelle kehrt sie sich dafür ab. Doch die Sonne bleibt, wo sie ist.

16. Dezember 2017

Gerade heute, an einem wunderschönen Sonnentag, befällt mich wieder dieser Kontrast, der mich wütend macht: Der sinnlose Kreislauf aus Konsum, Verpflichtung und Gefühllosigkeit. Dieses Nicht-in-die-Augen-schauen. Dieses Egal-Ding. Dieses dumme Warten - worauf? Auf das Ende? Die, die Auswege, wirklich Erneuerung geben könnten, werden belächelt, ignoriert und abgelehnt. Gehört wird das allgegenwärtig Gehässige. Wann werden wir uns endlich aufraffen, keine Änderung mehr zu erwarten von dem, wie wir bisher gelebt haben, wie wir sind? Aufraffen, auf das Neue, das Lebendige zu schauen?
Mich macht es wütend, wieviele schöne Leben, Talente, Freude vergeudet werden, verramscht, verkauft. Von wem? Von uns selbst. Wann werden wir innehalten und nach wirklich neuen Wegen Ausschau halten?
Ich hab mir Luft gemacht - Luft in einem Gedicht. Gerade eben. Ihr findet es hier.

15. Dezember 2017

Kunst ist etwas Eigenartiges. Früher war ihre Ausübung wenigen vorbehalten, die sich meist dennoch nicht oder nur gerade so davon nähren konnten. Heute ist sie eine Art Breitensport - und wieder können sich die wenigsten von ihrer Kunst ernähren. Wer sich allerdings durchsetzt und warum - das ist ein Mysterium, das sich mir nicht erschließt. Was Museen zeigen, ist nicht unbedingt das, was ich gerne täglich um mich hätte. Ja, genau genommen, gibt es vieles, was ich sicher nicht in meiner unmittelbaren Umgebung dulden würde. Im Nachklang einer Ausstellungsbesichtigung frage ich mich mal wieder: Warum genau muss Kunst so oft düster, so farblos, so kalt sein - und so mental? Mit einem Wort: so künstlich.

13. Dezember 2017

Weihnachten ist die Zeit der Rückkehr des Lichts. Wir feiern die Geburt des Lebens, die Liebe und unsere Lieben. Doch längst ist die Feier begraben unter einer Vielzahl an Terminen, Geschenke-Flut und Hetze. Das Gegenteil von allem, wofür Weihnachten steht. Was wäre, wenn wir uns auf den Ursprung besinnen, uns ausrichten auf das Neue und wieder miteinander sind?

Mein Herzenswunsch ist noch im Keimen. Ich gebe ihm Raum und Zeit. Möge er gedeihen, bis es Zeit ist.

9. Dezember 2017

Ein offenes Ohr und mitfühlendes Sein sind Raum für die Seele, die sich nicht auskennt im Labyrinth aus Vergangenheit, Anspruch, Sehnsucht und Wirklichkeit.

6. Dezember 2017

Vorbei ist das Wort, das mich heute umkreist.
Wie ein Vorhang nach einer Schlacht
auf der Bühne des Alltagslebens
halb Gnade, halb Last
Schleier vor dem Morgen
der sich ins Ungewisse hebt.

5. Dezember 2017

Erst kein Sommer, jetzt kein Winter: Noch blühen Rosen in meinem Garten. In den grauen Tagen leuchten sie besonders hell. Und doch warten sie vergebens auf Bienen & friends ... Ich wünsche allen Menschen, dass ihnen echte Freunde begegnen. Freunde gibt es manchmal für eine lange Zeit und manchmal nur für einen Moment. Dass wir uns an das Gute erinnern, auch wenn wir uns im Außen nicht (mehr) treffen können, und die Liebe bewahren, selbst wenn wir einander nichts mehr zu sagen haben, das wünsche ich allen.

9. November 2017

Wenn wir uns erneuern, unseren Blick entschlacken, entdecken wir plötzlich ganz neue Menschen um uns herum.
Wenn Frieden und Liebe in Beziehungen einkehrt, die auf Angst, Aggression oder Ablehnung beruhten, dann geht eine Sonne auf. Wo der Wille ist, Gemeinsamkeit zu entdecken und miteinander zu sein, da ist der Weg geebnet für den Himmel auf Erden.

28. Oktober 2017

Wieviel Glück bist du bereit in dein Leben zu lassen? Klar, jede Menge!? So paradox es erscheint - aber es scheint ein inneres Limit für Glück zu geben. Als wäre mehr nicht sicher. Alte Programme, Gedanken, die wir gehört haben - womöglich von Menschen, die wir liebten oder die zumindest Bedeutung für uns hatten. Damals, als wir noch zu klein waren, um zu durchschauen, dass auch sie ihre persönlichen Limits haben und keinesfalls allgemeingültige Wahrheit sprechen. Als wir noch so klein waren, dass wir glaubten, dass diese Menschen, Eltern, Großeltern, Lehrer und andere Erwachsene, den Überblick haben, weiser sind als wir oder sonstwie schlauer. Dass sie selbst nur ihren Programmen und eingepflanzten Glaubenssätzen folgten (im besten Fall), wenn sie uns und unsere Weisheit beschnitten, oder sogar ihre Macht ausnutzten um uns zu piesacken, oder andere fiese Absichten verfolgten - dass war uns damals nicht klar. Und so glauben wir vielleicht immer noch an Grenzen und Sätze, die uns vorgeplappert wurden. Die wir nie geprüft haben. An die wir uns nicht einmal mehr erinnern.
Mir tut es gut, mich von Zeit zu Zeit tiefer sinken zu lassen in meinen Innenraum und zu lauschen. Was dann wieder auftaucht - das kann erlöst werden. Wenn ich mit der liebevollen Aufmerksamkeit der Erwachsenen erkenne, welch Unsinn mir da als Wahrheit verkauft wurde. Dann ist auch die Kleine bereit, die alten Grenzen und Gedanken fallen zu lassen und mehr Freiheit entsteht.

20. September 2017

Geschenkte Zeit. Was fängst du mit ihr an? Ruhe, Entspannung, Nachdenken - oder Action, mehr erledigen, schneller sein? Glücklich ist, wer Träume hat und Räume, sie zu erfüllen. Was ist ein Raum, ist er drei- oder vierdimensional? Liegt er innen oder außen? Oder ist es die Qualität, in der du lebst, jetzt?

15. September 2017

Jeder Tag, der etwas Neues bringt, ist ein glücklicher Tag. Probleme sind dazu da, sie zu überwinden. Träume sind dazu da, sie zu verwirklichen.

Ein paar Gedanken, die mich in den vergangenen Tagen und Wochen besucht haben:
Jedes Mensch sollte die Bedingungen bekommen, in denen er sich bestmöglich als das authentische Wesen mit all seinen Gaben entfalten kann, das in ihm/ihr angelegt ist.
Wenn die Menschheit das schafft - nicht lokal, nicht national, sondern global - dann haben wir keinen Grund mehr für Kriege. Nur für Werden, Bestehen und Vergehen - in Frieden, in Freude, in Liebe.
Ja, auch das Vergehen ist Teil unserer Anlage. Ich glaube, der “richtige Zeitpunkt” dafür ist einer höheren Weisheit in uns bekannt. So, wie sie jeder Blüte, jedem Blatt und auch dem Baum bekannt sind. Wenn die vollkommene Entfaltung erreicht ist. Wenn alles Wesentliche weiter gegeben wurde. Dann ist Loslassen einfach.
Wenn wir uns dorthin entfalten können, dann hört Angst auf. Und Leben beginnt.

 

nur heute