Impressionen von heute: An dieser Stelle erscheinen Ideen und kleine Geschichten aus dem Alltag.
 

16. Februar

Ein Luftfahrtunternehmen fordert Subventionen für die Anschaffung neuer Flugzeuge, die umweltfreundlicher sind.
Mich macht alleine die Forderung sprachlos: Wieso sollte die Allgemeinheit = öffentliche Hand dafür zahlen, dass sie wettbewerbsfähig bleibt? Die Umwelt gerechte Technologie ist Sache des Unternehmens. Bezahlen tun dann letztlich die Kunden, die ja auch die Leistung in Anspruch nehmen. Während bei Zahlung durch Bund, Land oder Europa auch die die Kosten mittragen müssen, die keine Chance haben zu fliegen.

Mich inspiriert diese Nachricht zu folgender Geschäftsidee:


Liebe Bundesregierung, liebes Parlament,
ich habe eine wahnsinnig coole Geschäftsidee: Weltraumreisen mit klimafreundlichen Raketen.
Dazu braucht es nur die richtige Technologie.
Sie zu entwickeln wird Milliarden oder mehr verschlingen.
Aber ich bin bereit, ein Papier zu schreiben, wo eine einigermaßen verträgliche Zahl steht.
Bedenken Sie bitte: Es ist DIE Investition in die Zukunft!
Denn unsere Kinder und Kindeskinder werden voraussichtlich keine nennenswerte Natur zur Erholung mehr vorfinden und daher auf Reisen fern von der Erde angewiesen sein.
Da ich leider über keine Ressourcen verfüge und auch nicht verrückt genug wäre, für dieses Projekt mein eigenes Kapital einzusetzen, mache ich einen kostengünstigen Vorschlag:
Sie übernehmen die Gründung einer Firma und stellen mich als Manager an.
Natürlich mit prozentualem Gehalt bezogen auf die nötigen Investitionen, sagen wir schlappe drei Prozent des Gesamtvolumens. Also jährlich. Sonderpreis!
Sobald dieses Projekt sich rentiert, dürfen Sie es dann privatisieren. Ach ja, als Teil meines angemessenen Gehaltes sehe ich natürlich ein unwiderrufliches Vorkaufsrecht.
Wenn Sie zu diesem Vorschlag nein sagen, müssen Sie sich den Vorwurf gefallen lassen, träge und unentschlossen im Hinblick auf die positive Gestaltung der Zukunft und geradezu unverantwortlich zu sein. Denn ich werde ihn erheben, von nun an täglich, bis Sie meiner einträglichen Vision zugestimmt haben.

Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht, wenn Sie dieses Anliegen unterstützen möchten. Gerne dürfen Sie sich mit Spenden beteiligen.

Absurd?

Auch nicht mehr als eingangs erwähnter Vorschlag - und leider viel zu nah an der tatsächlichen Praxis der Verlust-Vergesellschaftung und Privatisierung von Gewinnen.

14. Februar

Technik und Digitalisierung, künstliche Intelligenz - sie nehmen rasante Entwicklungen.
Auch im Bewusstsein des Menschen, wo sie einen immer größeren Raum einnehmen - als unverzichtbarer Bestandteil des Lebens, als allgegenwärtige Normalität, als Zukunft ...
Was dabei weitgehend auf der Srecke bleibt, ist das Bewusstsein des Menschen für die Entwicklung der eigenen Fähigkeiten. Was wir tatsächlich brauchen, ist keine Beschleunigung von Digitalisierung, sondern eine Entwicklung des Bewusstseins der Menschen. Ein Entdecken und Erweitern seiner Fähigkeiten.
Entwickelt sich der Mensch nicht weiter, brauchen wir auch keine weitere Entwicklung von KI: Schließlich soll sie der Menschheit dienen, nicht umgekehrt. Das setzt aber voraus, dass Menschen mit ihrer Zeit etwas anzufangen wissen. Jenseits von der Reparatur von Maschinen, dem Konsum von Medien, dem Posten in digitalen Netzwerken. Nur der entwickelte Mensch hat eine Chance auf ein lebenswertes Leben, wenn Roboter menschliche Arbeit weitgehend ersetzt.

2. Februar

Sich selbst auf die Schliche kommen, Muster erkennen, durchschauen, dasein lassen ...

Sich verletzlich zeigen - eine Einladung an andere, sich selbst anzunehmen und zu zeigen.

1. Februar

Lockdown - eine gute Gelegenheit, Gewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen.
Hören, sprechen, tun ... alles neu zu erleben, sich aufzustellen, bewusst zu machen.
Grundlage für Improvisation, in der Kunst, im Alltag, im Leben.

31. Januar

Wie ist Geld eigentlich in unseren Gehirnen verankert? Was macht den Wert aus? Wieso schreiben wir dem Besitz von Geld Macht zu? Diese Fragen stellen sich mir vor allem deswegen, weil es genügend Beispiele gibt, wo Menschen für “Belohnungen” in Form von Spielgeld, digitalen Edelsteinen ... ohne echten Wert, die nur im Rahmen einer virtuellen Realität Bedeutung haben, bereit sind, Dinge zu tun und ihre Zeit herzugeben. Selbst wenn sie eigentlich keinen Nutzen davon haben. Also ist es die Anerkennung oder vermeintliche Dazugehörigkeit innerhalb einer Gruppe, eines spezifischen Settings, das den Wert verleiht? Oder sind wir so auf Geld als Wert geeicht, dass wir auch virtuelle Äquivalente als Wert akzeptieren? Oder sind wir einfach Sammler, die Jagd auf alles machen, was sich sammeln lässt? Selbst wenn es kein Ding ist, sondern eine lediglich virtuell behauptete Sache?

28. Januar

Der Mensch, das soziale Wesen: Auf unterschiedlichen Ebenen gibt es einen (schon lange bestehenden) Trend zur globalen Vernetzung. Nicht nur durch das Internet, aber mit seiner Unterstützung: Plattformen für Lern-Veranstaltungen, Kongresse, Themen-bezogene Foren, spirituelle und andere Gemeinschaften, der NaNoWriMo (national novel writing month), postcrossing und viele andere. Sie zeigen, wie interessiert Millionen Menschen am Kontakt rund um den Globus sind. Wieso führt das nicht zu einem Näherrücken, zu mehr Frieden, zu (mehr) wechselseitiger Unterstützung?

27. Januar

FFP2-Masken-Pflicht seit 3 Tagen. Ein Bildin der Zeitung aus dem Landtag: Die Herrschaften teils ohne ... Warum? Wissen sie denn nicht, dass ein gutes Beispiel geben zur guten Führung gehört? Und sollten die, die die Regeln erlassen, nicht auch akiv an ihrer Umsetzung teilnehmen - schon um zu erfahren, wie es sich anfühlt, so eingeschränkt in der Atmung zu sein?

25. Januar

Liegt tatsächlich mehr Müll am Straßenrand, in Grünanlagen und an Bushaltestellen? Oder bilde ich es mir ein?
Während ich einen ausgedienten Drucker, diverse Einweg-Masken und einige Verpackungen von Süßigkeiten im Vorübergehen kritisch mustere, bewegt sich mein Gehirn in neue Bahnen:
Immerhin signalisieren sie das dringende Problem der Vermüllung und Verstopfung unserer Umwelt, und auch unserer Gesellschaft. Selbst das Nutzen der diversen Entsorguns-Möglichkeiten scheint einigen Zeitgenossen zu viel der Mühe zu sein. Kaum jemand regt sich auf. Doch genießen wird wohl kaum jemand dieses Trauerspiel.
So führt die Achtlosigkeit einiger (oder vieler?) uns allen vor Augen, wie wichtig Müllvermeidung wäre. Wieviel Überproduktion wir betreiben und unsere Umwelt gering achten. Eine alltäglich gewordene Mahnung.
Zugleich frage ich mich, ob die Natur auf diese Weise wohl eine Aufbereitung, Verarbeitung des Mülls leichter fällt, als in geballten Deponien?
Ich habe keine Ahnung. Denke, dass dabei an allen Orten potentielle Gefahren für Vögel, Wild- und Haustiere entstehen. Tiere können die Dinge verschlucken, sich mit Giften vollstopfen, in Ösen verfangen und an scharfen kannten verletzen.
Traurigkeit breitet sich in mir aus.

21. Januar

Die 25.ste Anthologie mit einem Beitrag von mir ist in meinen Händen gelandet.

12. Januar

Wie passen wir uns immer wieder an sich wandelnde Umstände an?
Die Fähigkeit, lieb gewonnene Strukturen so stabil beizubehalten, dass sie zuverlässig sind, aber zu verändern, wenn erforderlich, gehört zu ganz wichtigen Faktoren im Leben.
Offensichtlich ist dies für einzelne in gewisser Weise einfacher als für Kollektive.
Je nachdem, welche Anpassung gebraucht wird.

11. Januar

Jeder neue Tag bietet die Chance, etwas Neues zu erzählen.
Wie oft nutzen wir sie, um wirklich etwas, das zuvor noch nie gedacht wurde, auszudrücken?
Wie geht das überhaupt, das Unbekannte in Worte zu fassen?
Und was entsteht dadurch? Neue Strukturen, Ideen, Möglichkeiten ...
Sprache gibt auch einen Rahmen, in dem wir denken. Und damit eine Grenze des (uns derzeit) Möglichen.
Eine neue Sprache, etwas Vorsprachliches - und unser Radius, unser Horizont erweitert sich.

9. Januar

Schade, dass Krawall machende Menschen den Radius des Möglichen für die Gemeinschaft, für alle einschränken.
Solange mit Gewalt individuell oder kollektiv gerechnet werden muss, bleibt die Möglichkeit zur Entfaltung höherer Gaben kleiner, als sie eigentlich sein müsste. Das Schöne, Zarte, Verletzliche, Leise wird übertönt vom Lauten, Schrillen, Schrecklichen. Schade. Wirklich schade, was uns allen dadurch entgeht!

8. Januar

Großzügigkeit macht sich bezahlt: Über Verschenk-Aktionen bin ich jetzt in kurzer Zeit mit netten Menschen in Kontakt gekommen, die sich ebenfalls freigebig und freundlich gezeigt haben. Interessante Plauderei, neue Erkenntnisse und Lächeln inklusive. Das macht Lust auf mehr.
In meinem Kopf dreht sich bereits der “was wäre, wenn mehr Menschen sich so verhalten”-Gedankenkreisel. Mein Hauptmotiv beim Verschenken, auch kleiner Dinge, ist, sie möglichst im Nutzungskreislauf zu erhalten und jemand zu finden, der/die sich freut. Im Grunde macht es auch das Trennen von manchen Dingen leichter, wenn man weiß, dass jemand anderes sie wirklich haben will oder gebrauchen kann. Das bringt noch einmal Gewinn beim Befreien von Dingen, die sonst nur Platz einnehmen.
Also, was wäre wenn mehr Menschen wertschätzend mit ihren Sachen umgehen und sich um ihre weitere Verwendung kümmern, wenn sie sie nicht mehr brauchen oder haben wollen? Was macht das für einen Unterschied im zwischenmenschlichen Klima? Und für die Umwelt?

7. Januar

Immer wieder erschreckend: Wieviele Daten, Infos über Computer, andere Geräte, ihre Standorte, Nutzung, angeschauten Inhalte, Dauer der Internetnutzung, Nähe zu anderen Geräten ... im Internet gesammelt, gespeichert, verknüpft, verarbeitet werden. Da kann man locker mal einen Tag damit verbringen, die ganzen Daten-Sammeleien einer einzigen Website zu lesen. Und erfährt, gegen welche Sammlungen und Speicherungen man sich nicht einmal durch Ablehnung wehren kann. Motto: Lass dich ausforschen oder verzichte. Wenn man sich dann noch vorstellt, dass auch alle Nachbarn, Menschen in der Stadt, im Land, auf allen Kontinenten entsprechend mit ihrem Verhalten und ihren Inhalten massenhaft bespitzelt werden - dann graut’s einem. Solange man noch sensibel genug dafür ist.

Nebeneffekt: Wieviel Speicherplatz, Rechenleistung = Strom wird dafür ausgegeben? Umweltschutz, nein danke? ... nur mal so als Anstoß, über einen Neben-Effekt nachzudenken.

6. Januar

Frieden - wie schließen wir mit uns, also unserer Vergangenheit und unserem jetzigen So-Sein, Frieden?
Wie können wir unser Bewusstsein im Frieden verankern, so dass wir ihn nach außen tragen - in jedem Moment unseres Seins?

5. Januar

Erst im Rückblick erkennen wir, wie wir waren.

 

 

nur heute