Impressionen von heute: An dieser Stelle erscheinen mehrfach pro Woche Ideen und kleine Geschichten aus dem Alltag. Banales und Philosophisches hat hier Raum.

 

22. Juni

Gespräche am Wegesrand. Nette Menschen kennenlernen. Sich selbst bewusster kennen lernen. - Das sind nur einige positive Nebenwirkungen von Hunden. Hund haben fördert: Soziales Miteinander, Verantwortungsbewusstsein, kommunikative Fähigkeiten, Einfühlungsvermögen, Achtsamkeit, sportliche Betätigung, Bewegung an der frischen Luft.
Wenn ich mir die Liste durchlese, komme ich ohne weiteres zu dem Schluss, dass
- Hunde halten ein Grundrecht sein sollte
- Hunde halten finanziell von Krankenkassen (und erst recht von Gesundheitskassen!) gefördert werden sollte
- Hunde halten eine Leistung für die Gesellschaft ist und ergo entsprechend gefördert werden sollte.
Ob mit oder ohne gesellschaftliche und finanzielle Förderung:
Hund halten macht glücklich!
(Glücklich sein fördert übrigens die Gesundheit!)

20. Juni

Zwischen Vorbereitung und Auftritt steigt eine Energiekurve, hält kurz ihren höchsten Punkt... um dann einen Raum zu eröffnen, der ein wenig leer und ratlos wirkt. Was taucht auf, wenn man in diesem Gefühl bewusst ein wenig verweilt?

18. Juni

Ein Rätsel, das sich mir manchmal in Kommunikation stellt: Was tun, wenn ich merke, dass die Gesprächspartner aneinander vorbei reden, sich gar nicht verstehen - aber die (ungeprüften) Vorannahmen und geäußerten Meinungen so schnell wechseln, dass ein Bezug, ein Aufklären, Verlangsamen nicht möglich erscheint?
Einfach nicken, lächeln, zustimmen - auch durch Schweigen - habe ich keine Lust.
Sachlich “aufdröseln” erscheint aussichtslos. ... und wohl auch nicht gewünscht.
Weggehen? Themenwechsel?
... ???
Verlangsamen könnte ein Schlüssel sein. Aber wie geht das? (Wenn jemand einfach so schnell Sätze aneinander reiht, in denen unklare Bezüge und Abschweifungen vom eigentlichen Thema sind.)

16. Juni

So lange sich eine Mehrheit nicht vorstellen kann, dass ein Leben in Frieden interessant und spannend ist, so lange wird es auch keinen Frieden geben. Erst wenn wir Geschichten erzählen, in denen die Menschen gemeinsam daran arbeiten, die Welt zu heilen, und wir von einer lebenswerten Erde für alle träumen, werden wir wirklich in ein neues Zeitalter eintauchen.

14. Juni

Selbstverantwortung. Ein Wort, das nicht bei jedem beliebt ist? Die Frage nach der Ethik steht ihr nahe. Jede/r ist für das verantwortlich, was sie oder er in die Welt sendet. Wir sind wie kleine Radiostationen, die permanent auf Sendung sind. Gefällt dir dein Programm? Führt es zu einer Welt, die lebenswert ist?
Besonders wer sich öffentlich betätigt sollte sich diese Frage stellen.
Im Journalismus zum Beispiel gibt es den Pressekodex, bei - vermeintlichen - Verletzungen kann der Presserat angerufen werden.
Doch wie ist das bei Autoren und FilmemacherInnen?
Bilder und Worte können sich tief einprägen, können Ängste und Ekel erzeugen, Wut und Hass.
Oder sie können Freude hervorrufen, Mitgefühl, Wege zeigen, mit Herausforderungen umzugehen.
Was willst du erreichen? Bitte stelle dich deiner Verantwortung, wenn du schreibst, filsmst, veröffenlichst.
Ich rede hier nicht von Zensur.
Ich spreche von Verantwortung.
Von Gestaltung der Zukunft.
So lange Grusel und Gewalt Kassenschlager sind, stimmt etwas nicht - in den Köpfen der MacherInnen und in den Köpfen der KonsumentInnen.
Haben wir Menschen denn nichts besseres vor mit unserer kostbaren Lebensspanne?
Können wir uns Frieden und konstruktives Leben nur als Mangel, nicht als Fülle vorstellen?
Fehlt uns etwa etwas, wenn wir uns menschlich, menschenfreundlich ausrichten?
Ich freue mich auf eine neue Generation, die umdenkt und neu handelt.
Eine Generation, die sich ihrer Verantwortung stellt.

13. Juni

Mich macht die gedankenlose, schnell lebige Wegwerf-Mode traurig. Immer kürzer die Saison, in der eine Farbe, ein Schnitt, ein Detail aktuell ist. Immer billiger wirken die Fetzen aus Stoff - und nicht nur die billigen. Dabei gab es eine Zeit, in der ich mich über neues Tragbares gefreut habe, Stadtbummel geliebt. Die Zeit ist längst vorbei. Zu gruselig sind mir die immer gleich atmosphärisierten Konsumtempel, zu tot und verfallen die Schnäppchen-Läden, die so oft an die Stelle von - ja auch - Modeketten getreten sind. An sich genau die Stimmung in mir, die sich dem Second hand, dem Tauschen öffnet? Ich habe auch eine Zeit lang auf Flohmärkten gestöbert, Second hand-Mode gekauft und eigenwillig kombiniert. Doch diese Stücke waren regelmäßig schneller kaputt, aufgebraucht in meinen Augen als die original erworbene. Und bei den Kleidern aus zweiter Hand bin ich kritscher, was den Zustand angeht, als bei eigenen Lieblingsstücken. So haben die neu gekauften Sachen letztlich bei mir eine längere Haltbarkeit als die gebrauchten. Die sind nur eine Weile interessant, müssen dann aber weichen. Neue finden sich bei mir im Schrank aus mehreren Jahrzehnten - die ältesten aus den 80ern. Manche eine Zeit lang geliebt, dann fast aussortiert - um doch noch zu bleiben und wie zum Beispiel meine Lederjacke jetzt wieder als Lieblingsstück ganz oben zu stehen. So sieht es aus - und die Frage bleibt für mich nach dem Eiertanz zwischen nachhaltig, umweltbewusst und Bedürfnis nach neu.

12. Juni

Gerade habe ich meine lang gehegte Idee umgesetzt, Lavendel-Rosenblüten-Gelee zu kochen. Das Ergebnis kann sich sehen, also schmecken lassen! Die feine Süße ist im Nachgeschmqack leicht herb. Dabei muss ich gestehen, dass ich jedes Mal, wenn ich in etwas(für mich)  Neues rein beiße, Bedenken hege, ob es auch essbar ist... gleichzeitig treibt mich die Neugier. Die neuen Rezepte arbeite ich übrigens zum Jahresschluss wieder in mein Buch über Rosenblüten-Aufstrich ein. Weitere Ideen dafür, die ich in diesem Jahr umsetzen will, sind übrigens Rosen-Milchcreme und Rose-Gold. Viel Freude beim Nachkochen!

9. Juni

Manchmal, wenn ich wieder an tiefere innere Schichten komme, finde ich es erschreckend, wie sehr uns unbedachte Sätze und Reaktionen von Erwachsenen - Eltern, Lehrern und anderen - nachhaltig nicht nur beeinflussen, sondern sogar beeinträchtigen können.

6. Juni

Spirituell, das bedeutet auch, erst einmal ein starkes Fundament bauen, und das beginnt mit tiefem Graben. In sich Ruhe schaffen, nicht durch Befehle, sondern durch Schauen, durch Raum geben, durch Mitfühlen, durch Verstehen. Nicht von außen, sondern von innen gedeiht das Samenkorn, trägt es seinen Plan für sein vollkommenes Sein in sich. Von außen kommen nur die Bedingungen, der Nährboden, Wasser und Sonne. Ihre Kraft bedingt die Möglichkeit zur Reife, sie spenden den Raum, in dem sich das Samenkorn entfalten kann und sich zeigen.

4. Juni

Im Februar waren sie da, die Bienen. Damals, als die Krokusse so früh dran waren. Längst blühen Rosen und Freunde um die Wette. Doch die Luft steht still über den edlen Köpfen. Kein Schwirren, Krabbeln, Nektar sammeln. Kein Flügelsirren im Anflug auf die leckersten Plätze. Wo sind sie hin? Fehlen sie nur in meinem Garten, die Bienen?

3. Juni

Wer erlebt hat, wie in einer kleinen Gruppe - zu dritt, manchmal sogar zu zweit - oder in einer großen Gruppe - über 100 Menschen - wenn alle ihre Aufmerksamkeit geben und das beste für alle wollen, Kohärenz und mehr Intelligenz entstehen, sieht, wie das Wohl aller für alle ist. Wir sind nicht getrennte Wesen - wir sind uns gegenseitig beeinflussende Wesen. Wie viele, viele Zellen einen Menschen bilden, so können einige - auch zeitlich begrenzt - ein starkes neues “Wesen” (auch Feld genannt) bilden, das mehr Energie und Intelligenz hat, als die Summe der beteiligten Individuen. Je stärker die Präsenz und Kohärenz der einzelnen, je freundlicher, desto mehr Kraft kann auch die Gruppe frei setzen. Letztlich ist es im Interesse aller Individuen, sich für das Wohlergehen aller zu engagieren. Denn dann, wenn viele von uns in so ein globales Bewusstsein hinein wachsen und es auch “ehrlich” verkörpern, können neue Wege, auch Welt bewegende, gefunden werden. Wege, die wir dringend brauchen. Wir, das ist jeder einzelne Mensch, jedes Individuum, der Lebenden und der kommenden Generationen.

2. Juni

Was wichtig ist, merken wir manchmal daran, wie schnell wir dafür etwas anderes Schönes hergeben und ob unser Herz schneller schlägt.

31. Mai

Schmerzen erinnern uns manchmal daran, dass wir etwas nicht wahrnehmen wollen. Sie sind dann wie weinende Kinder, die in den Arm genommen und geliebt werden wollen. Sobakd sie sich angenommen fühlen, hören sie auf und lassen Freude aufkommen.

29. Mai

Strohhalme und andere Plastik-Details sollen aus der EU verbannt werden. Ein netter Anfang. Mir tut der Anblick von mit “to go”- Bechern und Pizzakartons überquellenden Mülleimern weh. Und doch lockt hier und da preislich günstiger und mich beweglicher lassend das mittlerweile allgegenwärtige “Togo”-Angebot. Sicher rettet die einzelne Entscheidung, die einzelne Person nicht Fische und Meere. Doch jedes Mal, wenn ich solchen Gelüsten widerstehe, stellt sich ein gutes Gefühl ein. Jedes Mal, dass ich meinem Verlangen erliege, schleicht sich schlechtes Gewissen ein und killt den Genuss. Schade eigentlich. Und noch mehr schade, dass es nicht der ganz großen Masse der Menschen so geht. Denn dann würden wir uns kollektiv zur richtigen Entscheidung bewegen - und nebenbei rechtliche Regelungen überflüssig machen.

28. Mai

So ein gutes Gefühl, etwas erledigt zu haben, das schon lange in der Warteschleife stand... auch wenn es sich nur um eine Kleinigkeit handelt.

24. Mai

Je mehr Sonne, desto weniger Text! Das scheint im glatten Widerspruch zur Regel “Wärme dehnt aus” zu sein, aber eben nur scheinbar: Denn tatsächlich dehnt die Wärme ja die PAUSEN aus! :-)

Es ist, wie so oft, alles eine Frage der Perspektive. Vielleicht gewöhnen wir uns besser daran, ein über Verstand und Logik hinaus gehendes Weltbild zu entwickeln. Eins, das manchmal auch Widersprüche halten und damit auflösen kann. Oder anders ausgedrückt: Gegensätze wieder vereint und versöhnt.

Ich glaube, das kann die Welt gut gebrauchen.

15. Mai

Nachrichten lesen. Flüchtlinge. Bedrohungen. Absichtliche Aggression, um so genannte Macht zu zeigen. Gedankenlose (?) Provokationen einzelner. Wut, Hass, Zorn reagieren. Genauer: Verkappte ungefühlte Angst, Ohnmacht, Hilflosigkeit. Tränen steigen auf. Manche Taten einzelner und kollektive mag ich nicht einmal benennen. Wozu das alles? Wie könnt ihr in so einem Szenario - weit weg und nah dran, verflixt nah dran - noch Werbeprospekte lesen, über Mode-”Fehler” die Nase rümpfen und Plastikspielzeug kaufen? Wie schafft ihr es, im Alltagstrott zu bleiben, keine Hand zu erheben? Wo sind die Tränen, die uns doch eigentlich allen ununterbrochen die Wangen hinab laufen müssten? Wo sind die Augen, die sich auf der Straße für ein kurzes Zeichen des Sehens treffen? Wo sind die Stopp-Schilder? Wenn ich zu lange hinschaue, mitfühle versinke ich in einem Sumpf der Hoffnungslosigkeit. Dann brauche ich Rückzug in mein eigenes Reich - um Atem zu holen, um mich wieder öffnen zu können.

14. Mai

Beziehungsarbeit mit Pflanzen: Seit 21 Jahren lebt die Titanwurz im Botanischen Garten der Uni Kiel, wie eine Mitarbeiterin im Gewächshaus erläutert. Seit 2014 lockt sie alle 2 Jahre mit ihren stinkenden Blüten in die Gewächshäuser - und macht so nebenbei Öffentlichkeitsarbeit für Naturschutz. Schon ihre erste Blüte (am ersten Abend weiblich, am zweiten männlich) war eine Sensation, die die Menschen mit einer langen Reihe unablässiger Gratulanten und Selfies honorierte. Als sie dann - Dank ausgezeichneter Pflege (So eine Knolle ist empfindlich, sie will gewaschen werden, faulende Stellen beschnitten bekommen, immer gut gewässert und temperiert sein. Lauter Vorteile, die sie in der Zivilisation genießt.) zwei Jahre später wieder blühte, lockte sie erneut Scharen an - mit ihrer enormen Ausdünstung nicht nur Fliegen, sondern trotzdem auch Menschen. Nun hat sie sogar zwei Blütenstände entwickelt, die erste ging am Muttertag auf. Die zweite ... ? Doch der Mensch gewöhnt sich schnell an Sensationen: Längst drängeln sie nicht mehr zur Sensation wie noch zwei bzw vier Jahre zuvor. Allerdings hat sie auch beständige Verehrer, die jedes Mal wieder zu Besuch kommen. Sie knippsen, löchern die Mitarbeiter mit Fragen und bewundern den Einfallsreichtum der Natur. Bessere Werbung und Verständigung könnte auch der beste Werbefachmann nicht machen.

11. Mai

Je seltener, desto begehrter: Mal wieder pilgern KielerInnen in den Botanischen Garten, um die Blüte der Titanwurz nicht zu verpassen: Dieses Mal sogar im Doppelpack. Die Pflanze hat zwei Blütenstände ausgebildet. Zuletzt hatte sie vor zwei Jahren geblüht. Dass sie noch nicht ganz am Zenit ihrer Pracht angekommen ist, hat mich heute gefreut - immerhin habe ich sie noch nicht verpasst. Hoffentlich richtet sie sich damit nach meinem Terminkalender, dass ich ihr meine Aufwartung machen kann:-) Wieviele Menschen mögen dass wohl dieser Tage denken?

10. Mai

Lächerlicher als Lach-Yoga - Schrei-Yoga im Wald? Schritt 1: Versichern, dass niemand in der Nähe ist, der zuhören könnte. Schritt 2: Unbedingt einen Begleiter dabei haben, falls Hilfe nötig ist - zB um Emotionen auch wieder zu stoppen. Schritt 3: Allen Mut zusammen nehmen und tief durchatmen. Schritt 4: aaaaaaaaaarghh! (Schrei bricht ab) Schritt 5: Bemerken, dass gar keine Wut da ist und Mut auch nicht. Schritt 6: Erstmal ins Auto setzen und Ohren zuhalten. Schritt 7: Anfangen zu spielen und experimentieren - wie würde Angst klingen? Wie würde Wut klingen? Wie würde ich als Kind schreien? Wie würde der Hals schreien? Der Bauch? ... und ein Abschlussschrei: für bestmögliche Integration oder Heilung:-)

9. Mai

Erstaunlich, was alles glücklich macht: Meinem Hund beim Trinken im Garten zuzuschauen brachte in mir neulich große Freude zum Vorschein. Heute jede Menge Schreibkram erledigt, der überfällig war - fühlt sich gut an. Nach getaner Arbeit relaxed mit einem Kaffee in der Hand sitzen, ist wunderbar. Viel entspannender als ohne das Gefühl, etwas erledigt zu haben.

8. Mai

Hurra! Ich kann wieder bloggen!

7. Mai

Lang ist mein letzter Eintrag her. Viele Gedanken und Episoden sind mal wieder der Technik zum Opfer gefallen, weil plötzlich keine Verbindung mehr zum Server herstellbar war. Mir sind diese Zusammenhänge ein Rätsel... Heute ist die Anthologie “Von Mauern und Grenzen” bei mir angekommen. Sehr berührende Gedichte! Nur von der Grenze technischen Verstandes ist nirgendwo die Rede. Deren Erweiterung steht hoffentlich jetzt an...

3. April

Zeit ist so ein Phänomen, das nicht ganz so ist, wie wir glauben: Dank Internet gibt es genug Erfahrungen, dass sich Gruppen-Synergien zB bei Meditationen auch non-lokal erreichen lassen. Um jemanden wahrzunehmen, müssen wir nicht in demselben physischen Raum sein. Dass das auch für Zeit gilt, hat sich auch in spirituellen Kreisen noch nicht überall etabliert. So können auch Zeit-versetzt Heilungen erfolgen, Gruppen gebildet werden und sich gegenseitig stärken. Die Wirkungen dürften in beide Richtungen (Vergangenheit und Zukunft) gehen. Einschränkungen gibt es nur - wie im Raum - bedingt durch die Natur der dreidimensionalen Körper: Also zum Beispiel physisch anfassen geht nur, wenn man gleichzeitig nah beieinander ist... Allerdings habe ich schon Experimente gemacht, dass etwa über die Ferne Geruch wahrnehmbar ist. Insofern frage ich mich, ob Klang auch noch später (oder früher) hörbar ist. Und wie ist die Welt jenseits der Ursache-und-Wirkung beschaffen?

30. März

Wieviel Fachwissen brauchen wir, und was kann man von Fachleuten realistisch erwarten? Wie findet man heraus, wer gut in seinem Fach ist? Wie ich’s auch drehe und wende, ich komme immer wieder und immer mehr dazu, dass wir unsere Intuition gründlich schulen müssen: Sie scheint mir das einzig zuverlässige, um an die richtigen Leute zur richtigen Zeit zu kommen.

27. März

Ich höre gerade Vorträge von Bruce Lipton über Epigenetik. Seine These ist, dass nicht die Gene, sondern die Umgebung unser Leben steuern. Es sei also wichtig, was wir denken. Wir müssen uns davon verabschieden zu glauben, dass wir keinen Einfluss auf unser Leben haben.
Mir gefällt seine ruhige, freundliche Art sehr. Auch glaube ich, was er über seine Experimente sagt: Dass nämlich Zellen nicht durch die DNA gesteuert werden, sondern durch ihre Umgebung.
Was die Schlussfolgerung, unser Denken beeinflusse unser Leben, betrifft, habe ich noch etwas hinzuzufügen: Wer oder was beeinflusst, wie und was wir denken? Es reicht nicht eine oberflächliche Gedankenkontrolle. Es geht um die ehrlich geglaubten inneren Überzeugungen. Außerdem brauchen wir uns nicht vor falschen Gedanken zu fürchten: Sie sind nur ein Wegweiser, wo wir mal hinschauen und uns zuhören sollten.
Ich glaube, dass freundliches präsentes Zuhören - sowohl den Gedanken, den Emotionen als auch unserer Seele, wirklich den Unterschied macht. Kein Ändern-Wollen, sondern lauschen.
Danke fürs Lesen!

18. März

Ein Saatkorn wachsen sehen, das du gesät hast, macht Freude.

16. März

Literatur ist eine Möglichkeit, den Menschen Ideen zu präsentieren, die sie als Gedanken über die Realität nicht akzeptieren können.

14. März

Wie können wir als Menschheit einen Raum eröffnen, in dem sich alle ihren Anlagen/Sehnsüchten gemäß entfalten können? Wie können wir die Koexistenz ganz unterschiedlicher Bewusstseinsstufen und Lebensentwürfe erreichen?

13. März

Wie schnell sich manche Gewohnheiten etablieren - und wie schnell sich alte Muster wieder einstellen können, auch in neuer Umgebung, das finde ich schon erstaunlich.

11. März

Zeit ist was Seltsames: Wartend tickt sie langsam, sehr langsam. Nur mal kurz entspannen dagegen scheint sie zusammenschrumpfen zu lassen - kaum begonnen, schon sind die Stunden davon geeilt... Erfüllt sind sie beide nicht. Wie ist das, ganz in die Zeit einzutauchen und ihrer Entfaltung zuzuschauen, Moment für Moment, Lebendigkeit? Zeitblüten entstehen. Manche sind knallrot und kraftvoll. Andere sind sanft und blau.

10. März

Wieso haben wir Menschen eigentlich keinen funktionstüchtigen Radar für Wahrheit?
Oder können - wollen - wir ihn nur nicht nutzen? Weil es unbequem wäre?
Mich erschrecken Nachrichten wie die, dass unwahren Nachrichten mehr geglaubt wird, sie häufiger aufgerufen werden, als echte. Wie kommt das?

9. März

Ich staune, wie sich manchmal sehr kreative Phasen mit absoluten Tiefpunkten abwechseln können. Vielleicht ist es so, dass sich erst eine Menge kreativer Energie ansammeln muss, die sich dann entlädt und wieder ansammelt... wie Wellen oder wie Ebbe und Flut, einatmen und ausatmen.

7. März

Ein zwei Meter langer Baumstamm, die Enden verkohlt. Ein Hund. Er will unbedingt dieses Stöckchen haben. Versucht, es hoch zu heben. Er schleift es ein Stück über den Boden, lässt es fallen. Kratzt den Sand unter dem Baumstamm weg, fiept. Ich will ihm helfen, er wedelt. Vielleicht lässt sich ein Ende abbrechen? Ich stelle mich auf das Ende, da, wo eine Krümmung ist. Keine Chance.... da wackelt der Baumstamm unter mir. Hund hat sich das andere Ende vorgenommen und mich samt Baum geliftet. Hui!

5. März

Unglaublich schön waren diese Farben in blau, türkis und grünlich - gezaubert von einigen Sonnenstrahlen auf dem glatten Wasser am Rande der Förde, dort, wo ein Saum aus kleinen Eisschollen die Wellen abhielt. Freudestrahlend schießt diese kleine Kanonenkugel auf mich zu, wedelt, schmeißt mir das verkohlte Holzstück vor die Füße. Aber gerne werde ich es wieder so weit ich kann zurück auf den Strand. Im Galopp springt er hinterher, wirft Sand auf, buddelt, bis er sein Stöckchen wieder hat. Frieden liegt über diesem Moment.

4. März

Die Abhängigkeit von der Technik bemerken wir erst, wenn der Server ausfällt, Telefon und Internet verstummen - und wir die Nummer vom Support nur mobil gespeichert haben, der Akku aber gerade gefroren ist... Wusste gar nicht, dass ich so versessen aufs Netz bin...

2. März

Es gibt so Tage, da findet man jede Menge spannende Dinge, die einen von dem abhalten, was man sich vorgenommen hat. So ein Tag ist wie eine Schatzsuche - nur dass man nicht weiß, dass man einen sucht. Heute ist so ein Tag. Vielleicht sollte ich das auf den Vollmond schieben... Jedenfalls habe ich jede Menge spannende Geschichten entdeckt - von anderen und von mir. Ich glaube, einer unserer Daseinszwecke ist, uns gegenseitig Geschichten zu erzählen.

28. Februar

Gibt es eine Website, die kein einziges Wort über die Kälte enthält?
Gibt es ein Treffen, in dem niemand etwas über Minusgrade sagt?
Ich wär ja gerne die Ausnahme - aber es ist wirklich eiskalt!!! Aber dafür so schöööön!

27. Februar

Welchen Wert ein Traum-Tagebuch hat, hat sich mir neulich wieder gezeigt: Vor über zehn Jahren habe ich einen Traum notiert - damals falsch verstanden, fielen jetzt plötzlich die Puzzleteilchen alle an ihren Fleck und ich konnte aufatmen. Voller Erstaunen über die Weisheit, die sich im Schlaf zeigt.
Jetzt stelle ich mir wieder einmal die Frage: Wie kann es gehen, auch im Wachbewusstsein voll mit dieser Kraft, dieser Weisheit verbunden zu sein? Nicht nur ab und zu, sondern ständig, be-ständig?

21. Februar

Ich könnte jetzt darüber schreiben, dass mich die ersten Krokusse seit einer Woche mit ihrem frühen Erscheinen erstaunen. Oder ich könnte darüber schreiben, wie mich mein Pflegehund in Atem hält. Tatsächlich beschäftigt mich aber eine Diskussion über Einsamkeit und was dagegen unternommen werden sollte. Da rufen welche nach staatlicher Intervention, nach Studien und Geldern. Doch ist das der richtige Weg? Einsamkeit ist zunächst einmal ein inneres Erleben, ein Gefühl. Es fehlt Kontakt, soziale Wärme, freundliches und interessiertes Miteinander. Dem können schneller als Fachstudien und die Einrichtung von neuen Verwaltungsstrukturen einfache, tägliche Gesten abhelfen: Ein offenes Ohr im Bus, ein Lächeln im Vorübergehen, direktes Anschauen statt Wegschauen. Nur aufrichtige Anteilnahme an einem Menschen kann diesem Nähe vermitteln. Alles andere ist ein Herumdoktorn an Symptomen. Von der anderen Seite muss zumindest der Wille bestehen, Kontakt, Veränderung zu erfahren. Also ist auch und gerade Eigeninitiative gefordert. Wer nicht einmal die Hand ausstreckt, wer nicht bereit ist, zu fühlen und sich auch der eigenen Anteile zu stellen, kann nicht von außen zwangsbeglückt werden. In einer Menge, Gruppe, Familie kann es sehr einsam sein. In der Natur, in fremden Ländern kann es sehr erfüllt und glücklich sein. Auch Geld ist kein Heilmittel. Es gibt genug kulturelle, soziale und sportliche Angebote, die nichts kosten und in Gemeinschaft bringen. Sie müssen nur genutzt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit sich selbst zu engagieren - auch hier stehen die Türen weit offen für nahezu jede/n. Anderen helfen kann einen neuen Sinn geben und man lernt neue Menschen kennen.
Und dennoch hat die Vereinsamung eine Seite, die zunächst ein Angebot von außen braucht, um sich aufzulösen. Jemanden, der sagt: “Hey, ich hör dir zu. Ich bin da.” Wie wäre es mit Zuhör-Cafés in den Bahnhöfen, in Einkaufszentren, in jedem Stadtteil? Wie wäre es mit Zuhör-Bahnabteilen? Wie wäre es, wenn wir nicht interessiert aus dem Fenster schauen, sondern unsere Mitreisenden anschauen, anlächeln, ansprechen?

20. Februar

Die eigene Bewusstseins-Entfaltung sollte eigentlich erste Priorität für alle haben. Wenn wir uns nicht von unseren Projektionen, vorgefassten Meinungen und Zerrbildern verabschieden, wird sich nichts zum Besseren wenden. Wenn wir unsere Angst und Wut nicht mit Liebe und Freude entschärfen, wird alles bleiben, wie es ist.

15. Februar

Manchmal ist es sogar eine Freude, wenn ein geplantes Event nicht stattfindet - wenn sich nämlich ein noch schöneres Ereignis zeitgleich anbietet... in diesem Sinne freue ich mich auf das Konzert übermorgen:-) Manchmal ist das Leben eben doch schlauer als die menschliche Terminplanung...

11. Februar

Ziellos kreativ sein ist ein wunderbarer Weg, sich auszudrücken.
Ziellos spazieren gehen ist ein wunderbarer Weg, die Gedanken zu ordnen.
Sich eine Fahrt ins Blaue gönnen, einfach nur der Eingebung im Moment zu folgen, ist ein Wunder in sich.

8. Februar

Hunde sind kommunizierfreudige, entdeckungsfreudige, liebe Geschöpfe - aber manchmal mutieren sie zu kleinen Monstern, die alle Aufmerksamkeit beanspruchen möchten. Da bleibt nur die Wahl zu erzieherischer Standfestigkeit, wenn sie nicht gänzlich die Oberhand gewinnen sollen... Herzensgrüße an alle HundebesitzerInnen der Welt

6. Februar

Himmel und Erde müssen in dir zusammen kommen. Das ist wie eine Vernetzung von Energiebahnen, die in dir stattfindet, jedenfalls kann es so wirken.

1. Februar

Immer wieder erlebe ich Menschen, die im spirituellen Umfeld aktiv sind, auch andere anleiten, und doch immer wieder mit depressiven Verstimmungen und Ähnlichem zu tun haben. Dabei ist das innere Glück das, was das Leben lebenswert macht. Es setzt voraus, dass wir uns durch unsere alten Schmerzen und Schichten nicht wahrgenommener Emotionen durchfühlen. Deshalb ist diese Kompetenz, sich selbst fühlen lernen, sich wahrnehmen, präsent sein, eine der wichtigsten, die wir lernen - und an die folgenden Generationen weiter geben.sollten. Vermutlich ist gerade diese Kompetenz, für das eigene Befinden zu sorgen, eine von den Änderungen, die wir brauchen, um wirklich Veränderungen in der Welt zum Wohl aller Lebewesen zu erreichen. Ich bin sehr dafür, sie schon in Schulen zu lehren - und am besten im Elternhaus.

31. Januar

Glück ist, den Mut zu haben, das zu tun, was wir tun wollen, und uns für das einzusetzen, was uns wichtig ist. Wer seinem Herzenswunsch folgt, folgt seinem Lebensplan.

29. Januar

Neues entdecken ist ein Grundnahrungsmittel. Ohne neue Wege verkümmern wir.

26. Januar

Inspiration ist ein Feuerwerk aus Freude, Kontakt und Offenheit zu neuen Ufern aufzubrechen. Sie setzt Energie frei und gibt Kraft und sie fließt mit dem Universum.

25. Januar

Ein Garten will gepflegt sein. So geht es mir mit meinem Rosenblüten-Büchlein. Alljährlich kommen neue Rezepte hinzu und wollen in das bestehende Werk eingepflegt werden. So wächst und gedeiht die Sammlung an Ideen und Bildern, verändert ein wenig ihr Gesicht. Demnächst erscheint die dritte Variation mit dann 20 Rezepten in bis zu vier Variationen sowie einige unerprobte Vorschläge aus der Sammlung meiner Ideen. So der Sommer will, wird aus diesem Fundus meine Küche bereichert und im kommenden Jahr das Büchlein erweitert. Dieses beständige Verändern und Wachsen eines Buches ist einer der wunderbaren Vorteile des Selfpublishing.

24. Januar

Mitfühlend sein heißt, sich bei Bedarf als wahrnehmender Raum zur  Verfügung zu stellen, bei Anfrage auch Rat zu geben - und im Übrigen lernen, das eigene Leben zu leben.

18. Januar

Manchmal sehen wir das nicht, was offensichtlich ist. Wir können es nicht wahrhaben, selbst wenn es wahr ist. Wenn wir es dann doch annehmen, wandelt sich unser Befinden sofort. Das ist unser eingebautes Messsystem für Wahrheit: Wenn sich etwas in unserem Körper-Geist-Gefühls-System verbessert, nur vermittelt durch eine Erkenntnis, die ins Erleben, in den Körper sinkt.

17. Januar

Hab heute zwei Projekte gefunden, freu. Ich bin immer wieder mal erstaunt, was ich so entdecke, was es schon lange gibt, aber sich doch für mich im Verborgenen befand... Woran liegt es, dass solche Infos einen erst später erreichen. Vielleicht und oft dann erst, wenn man dafür bereit ist... Also, mir geht es immer wieder mal so. Kennst du/Sie auch so etwas?

16. Januar

Wie eingebrannt können Gewohnheiten sein - wörtlich - die Energie, Gefühle, Impulse zurückgehalten und festgehalten im Körper. Enormer Aufwand, um nur ja nicht sich selbst zuzulassen - und zuzulassen von anderen wahrgenommen zu werden. So wirkt Angst: Als Kontraktion, die sich manifestiert, bis sie schließlich den Lebensfluss festhält im Körper. Bis wir uns so daran gewöhnt haben, dass wir die Kontraktion - und den Kraftaufwand dafür - nicht einmal mehr wahrnehmen. Nicht unähnlich dem Hund, der zubeißt und gar keine Chance mehr hat, loszulassen, weil sein Reflex zu stark ist. Da ist er doch dankbar, wenn er endlich den Befehl “aus” bekommt und loslassen darf. Oder notfalls auf den Rücken gerollt wird, so dass durch die Unterwerfungsgeste auch der Biss-Halte-Impuls gelöst wird. Nur: Wie machen wir das, dass wir unsere Kontraktionen wieder merken und loslassen? Gibt es da auch einen Befehl? Oder müssen wir nur wieder lernen, uns tiefer in unseren Körper einzulassen und uns zu spüren.... den weiteren Fluss der Energie wieder erlauben. Vielleicht indem wir den Lebensimpuls wieder wahrnehmen lernen?

11. Januar 2018

Grundloses Glück. Kennen Sie das? Einfach so umarmt Sie eine riesige Welle purer Freude - und Sie haben keine Ahnung, woher die plötzlich kommt. Mir ist das neulich so passiert. Ein Ereignis, eine Tätigkeit, eine Nachricht, die die Freude ausgelöst haben könnten? Nichts davon. Jetzt bin ich neugierig, ob es wieder passiert. Und wenn ja, ob so eine Phase auch länger anhalten kann.

3. Januar 2018

Weihnachtsbaum abschmücken oder noch ein paar Tage stehen lassen? Was aussieht, wie eine banale Frage, kann eine wichtige Entscheidung sein. Eine Entscheidung, in der das Kind zu Wort kommt, das sich damals nicht äußern konnte. Und das heute endlich aussprechen kann, was es fühlt.

2. Januar 2018

Wenn ich einen Wunsch frei hätte, ich wünschte Glück und Freude allen Menschen auf der Erde, wann immer sie geboren sein werden. Frieden wäre eine Folge, keine Bedingung, Freiheit auch und gerade von Überwachung ist eine Voraussetzung: Wenn wir nicht frei sind, wenn Kameras uns und unser Verhalten festhalten, wenn wir bewertet werden, wie sollen wir uns dann unserer Seele, unserem innersten Wesen gemäß ausdrücken? Überwachung ist der erste Schritt in Unglaubwürdigkeit, Lüge und maskenhafte Erstarrung. Überwachung ist Kontrolle und damit Erstarrung unserer Natürlichkeit. Mögen alle Wesen die Grundlage ihrer freien und glücklichen Entfaltung haben.

 

2017

27. Dezember 2017

Weihnachten ist vorbei, der Jahreswechsel steht bevor: Für mich sind diese “Tage zwischen den Jahren”, diese Rauhnächte etwas Besonderes. Eine Zeit, in der sich das Neue ankündigt, ohne schon ganz greifbar zu sein. Eine Zeit, in der noch so viel zu erledigen wäre, aber alles schläft, ein großes Ruhebedürfnis liegt über allem. Atem holen, Besinnlichkeit und Freundschaftspflege - dazu sind diese Tage für mich da.

22. Dezember 2017

Wir sind wie ein gut verpacktes Geschenk im Zwiebellook... wenn wir Schicht für Schicht abstreifen, kommen wir vielleicht an unser wahres Wesen.

21. Dezember 2017

Heute ist es soweit: Die Dunkelheit weicht wieder dem Licht. So heißt es. Was passiert wirklich? Das Licht war immer da, ist immer da. Die Sonne bleibt, wo sie ist, was sie ist. Aber die Erde - in unseren Breitengraden - neigt sich ihr wieder mehr zu. An anderer Stelle kehrt sie sich dafür ab. Doch die Sonne bleibt, wo sie ist.

16. Dezember 2017

Gerade heute, an einem wunderschönen Sonnentag, befällt mich wieder dieser Kontrast, der mich wütend macht: Der sinnlose Kreislauf aus Konsum, Verpflichtung und Gefühllosigkeit. Dieses Nicht-in-die-Augen-schauen. Dieses Egal-Ding. Dieses dumme Warten - worauf? Auf das Ende? Die, die Auswege, wirklich Erneuerung geben könnten, werden belächelt, ignoriert und abgelehnt. Gehört wird das allgegenwärtig Gehässige. Wann werden wir uns endlich aufraffen, keine Änderung mehr zu erwarten von dem, wie wir bisher gelebt haben, wie wir sind? Aufraffen, auf das Neue, das Lebendige zu schauen?
Mich macht es wütend, wieviele schöne Leben, Talente, Freude vergeudet werden, verramscht, verkauft. Von wem? Von uns selbst. Wann werden wir innehalten und nach wirklich neuen Wegen Ausschau halten?
Ich hab mir Luft gemacht - Luft in einem Gedicht. Gerade eben. Ihr findet es hier.

15. Dezember 2017

Kunst ist etwas Eigenartiges. Früher war ihre Ausübung wenigen vorbehalten, die sich meist dennoch nicht oder nur gerade so davon nähren konnten. Heute ist sie eine Art Breitensport - und wieder können sich die wenigsten von ihrer Kunst ernähren. Wer sich allerdings durchsetzt und warum - das ist ein Mysterium, das sich mir nicht erschließt. Was Museen zeigen, ist nicht unbedingt das, was ich gerne täglich um mich hätte. Ja, genau genommen, gibt es vieles, was ich sicher nicht in meiner unmittelbaren Umgebung dulden würde. Im Nachklang einer Ausstellungsbesichtigung frage ich mich mal wieder: Warum genau muss Kunst so oft düster, so farblos, so kalt sein - und so mental? Mit einem Wort: so künstlich.

13. Dezember 2017

Weihnachten ist die Zeit der Rückkehr des Lichts. Wir feiern die Geburt des Lebens, die Liebe und unsere Lieben. Doch längst ist die Feier begraben unter einer Vielzahl an Terminen, Geschenke-Flut und Hetze. Das Gegenteil von allem, wofür Weihnachten steht. Was wäre, wenn wir uns auf den Ursprung besinnen, uns ausrichten auf das Neue und wieder miteinander sind?

Mein Herzenswunsch ist noch im Keimen. Ich gebe ihm Raum und Zeit. Möge er gedeihen, bis es Zeit ist.

9. Dezember 2017

Ein offenes Ohr und mitfühlendes Sein sind Raum für die Seele, die sich nicht auskennt im Labyrinth aus Vergangenheit, Anspruch, Sehnsucht und Wirklichkeit.

6. Dezember 2017

Vorbei ist das Wort, das mich heute umkreist.
Wie ein Vorhang nach einer Schlacht
auf der Bühne des Alltagslebens
halb Gnade, halb Last
Schleier vor dem Morgen
der sich ins Ungewisse hebt.

5. Dezember 2017

Erst kein Sommer, jetzt kein Winter: Noch blühen Rosen in meinem Garten. In den grauen Tagen leuchten sie besonders hell. Und doch warten sie vergebens auf Bienen & friends ... Ich wünsche allen Menschen, dass ihnen echte Freunde begegnen. Freunde gibt es manchmal für eine lange Zeit und manchmal nur für einen Moment. Dass wir uns an das Gute erinnern, auch wenn wir uns im Außen nicht (mehr) treffen können, und die Liebe bewahren, selbst wenn wir einander nichts mehr zu sagen haben, das wünsche ich allen.

9. November 2017

Wenn wir uns erneuern, unseren Blick entschlacken, entdecken wir plötzlich ganz neue Menschen um uns herum.
Wenn Frieden und Liebe in Beziehungen einkehrt, die auf Angst, Aggression oder Ablehnung beruhten, dann geht eine Sonne auf. Wo der Wille ist, Gemeinsamkeit zu entdecken und miteinander zu sein, da ist der Weg geebnet für den Himmel auf Erden.

28. Oktober 2017

Wieviel Glück bist du bereit in dein Leben zu lassen? Klar, jede Menge!? So paradox es erscheint - aber es scheint ein inneres Limit für Glück zu geben. Als wäre mehr nicht sicher. Alte Programme, Gedanken, die wir gehört haben - womöglich von Menschen, die wir liebten oder die zumindest Bedeutung für uns hatten. Damals, als wir noch zu klein waren, um zu durchschauen, dass auch sie ihre persönlichen Limits haben und keinesfalls allgemeingültige Wahrheit sprechen. Als wir noch so klein waren, dass wir glaubten, dass diese Menschen, Eltern, Großeltern, Lehrer und andere Erwachsene, den Überblick haben, weiser sind als wir oder sonstwie schlauer. Dass sie selbst nur ihren Programmen und eingepflanzten Glaubenssätzen folgten (im besten Fall), wenn sie uns und unsere Weisheit beschnitten, oder sogar ihre Macht ausnutzten um uns zu piesacken, oder andere fiese Absichten verfolgten - dass war uns damals nicht klar. Und so glauben wir vielleicht immer noch an Grenzen und Sätze, die uns vorgeplappert wurden. Die wir nie geprüft haben. An die wir uns nicht einmal mehr erinnern.
Mir tut es gut, mich von Zeit zu Zeit tiefer sinken zu lassen in meinen Innenraum und zu lauschen. Was dann wieder auftaucht - das kann erlöst werden. Wenn ich mit der liebevollen Aufmerksamkeit der Erwachsenen erkenne, welch Unsinn mir da als Wahrheit verkauft wurde. Dann ist auch die Kleine bereit, die alten Grenzen und Gedanken fallen zu lassen und mehr Freiheit entsteht.

20. September 2017

Geschenkte Zeit. Was fängst du mit ihr an? Ruhe, Entspannung, Nachdenken - oder Action, mehr erledigen, schneller sein? Glücklich ist, wer Träume hat und Räume, sie zu erfüllen. Was ist ein Raum, ist er drei- oder vierdimensional? Liegt er innen oder außen? Oder ist es die Qualität, in der du lebst, jetzt?

15. September 2017

Jeder Tag, der etwas Neues bringt, ist ein glücklicher Tag. Probleme sind dazu da, sie zu überwinden. Träume sind dazu da, sie zu verwirklichen.

Ein paar Gedanken, die mich in den vergangenen Tagen und Wochen besucht haben:
Jedes Mensch sollte die Bedingungen bekommen, in denen er sich bestmöglich als das authentische Wesen mit all seinen Gaben entfalten kann, das in ihm/ihr angelegt ist.
Wenn die Menschheit das schafft - nicht lokal, nicht national, sondern global - dann haben wir keinen Grund mehr für Kriege. Nur für Werden, Bestehen und Vergehen - in Frieden, in Freude, in Liebe.
Ja, auch das Vergehen ist Teil unserer Anlage. Ich glaube, der “richtige Zeitpunkt” dafür ist einer höheren Weisheit in uns bekannt. So, wie sie jeder Blüte, jedem Blatt und auch dem Baum bekannt sind. Wenn die vollkommene Entfaltung erreicht ist. Wenn alles Wesentliche weiter gegeben wurde. Dann ist Loslassen einfach.
Wenn wir uns dorthin entfalten können, dann hört Angst auf. Und Leben beginnt.

 

nur heute