Erzählte und geschriebene Geschichten

Erzählen ist gänzlich anders als schreiben (und vorlesen). Die  Geschichten müssen einfacher sein. Die Sprache folgt anderen Regeln. Ich empfinde sie teils als künstlicher und teils als natürlicher.  Künstlicher, weil ich im normalen Sprechen nicht dramatisieren würde.  Die erzählte Geschichte hat aber theatralische Elemente. Gleichzeitig  ist sie natürlicher als die geschriebene Geschichte, weil die Sätze und  Gedankengänge einfacher sein müssen. Dramaturgische Cliffhanger sind unpraktisch, weil die Zuhörer nicht zurück blättern können. Im Zweifelsfall muss die Geschichte auch kürzer sein, weil die  Konzentration nicht reicht - und auch keine Gelegenheit für Pausen ist. Jedenfalls nicht individuell nach Bedarf. Im Gegensatz zur geschriebenen Geschichte hat die Erzählerin weitere Ausdrucksmöglichkeiten, wie Stimme, Mimik, Gesten - oder auch Hilfsmittel wie Gegenstände, Handpuppen...

Mir persönlich wird sehr bewusst,  ob ich eine Geschichte aus dem Erzählen entwickelt habe - oder aus dem  Schreiben. Spätestens, wenn ich versuche, eine Schriftgeschichte zu erzählen... und ins Stottern komme:-)

Was ich erzähle

Die Auswahl meiner Geschichten treffe ich jeweils abgestimmt auf den konkreten Termin. Ich  erzähle hauptsächlich für Erwachsene. Dabei sind es meistens eigene  Geschichten, die oft erst für den Anlass entstehen.

Erzählorte

Unter anderem habe ich bei  der Landesgartenschau Eutin 2016 drei Mal erzählt. Außerdem in  Trappenkamp als Gast einer Veranstaltung, in der Archegärtnerei Eggebek  zusammen mit anderen Erzählerinnen und beim Abschlussfest unserer  Ausbildung bei Sonja C. Truhn im Kräuterpark Stolpe. Meine letzten Auftritte waren beim Adventskonzert vom Gospelchor Suchsdorf (“Das kleine a und der Gospelchor”, 3.12.17) und bei der Waldweihnacht im Erlebnispark Trappenkamp (Wald- und Weihnachtsgeschichten für Kinder ab 4 Jahre, 10.12.17).

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